3 Impulse zur Convenience Verpackung / Teil 2: Mobilität treibt Convenience

3 Impulse zur Convenience Verpackung / Teil 2: Mobilität treibt Convenience

Heute folgt der zweite Teil der dreiteiligen Serie “Impulse zur Convenience Verpackung”: Mobilität treibt Convenience.

Noch umfassendere Informationen bekommen Sie beim Innoform-Workshop “Verpackungs-Convenience punktet am Regal” am 2. Juni in Osnabrück. Wenn Sie also den Convenience-Trend nutzen möchten, um sich deutlich von Ihren Wettbewerbern abzusetzen, freue ich mich, Sie am 2. Juni begrüssen zu können. Ich verspreche Ihnen einen intensiven und erlebnisreichen Tag mit Exkursion in einen Supermarkt. Denn dort muss Ihre Verpackung die erste Hürde nehmen!

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Teil 2: Mobilität treibt Convenience

Eine wichtige Treibergröße für Convenience ist die ständig zunehmende Mobilität. 39 Prozent der Österreicher versorgen sich mindestens einmal pro Woche auf dem Weg zur Arbeit mit Nahrungsmitteln und Getränken. 50 Prozent tun dies während der Arbeitszeit und runde 45 Prozent stillen mindestens einmal pro Woche Hunger und Durst auf dem Heimweg nach der Arbeit.

Immer mehr Hersteller arbeiten deshalb daran, den Convenience-Grad ihrer Produkte und Verpackungen zu steigern. Ein Beispiel ist die innovative und platzsparende Verpackung für „Moment Mahl“ von Maggi. Mit nur einem Handgriff wird die flache Beutelpackung zum handlichen Becher, aus dem die Suppe direkt verzehrt werden kann. Einfach den Inhalt mit heißem Wasser aufgießen, umrühren, drei Minuten warten, essen. Das Produkt ist auch ein gutes Beispiel für die geringer gewordene Geduld des Verbrauchers. 1979 war Maggi mit der „5-Minuten-Terrine“ in den Convenience-Markt gestartet. Heute will man dem Verbraucher maximal drei Minuten zumuten. Damals störte sich niemand an dem Becherabfall. Heute ist eine Verpackung, die sich flach zusammenfalten und einfach entsorgen lässt, Pflichtprogramm.

Convenience: Mit nur einem Handgriff wird die flache Beutelpackung zum handlichen Becher, aus dem die Suppe direkt verzehrt werden kann.
Mit nur einem Handgriff wird die flache Beutelpackung zum handlichen Becher, aus dem die Suppe direkt verzehrt werden kann.

Ich habe mich in meinem Leben genug angestrengt

Als vierten Treiber lässt sich der demographische Wandel nennen. Je älter Menschen werden, desto empfänglicher werden sie für kundenfreundliche, bequeme Lösungen – auch und gerade bei Verpackungen. So verstärkt der aktuell ablaufende Wandel zu einer „Gesellschaft des langen Lebens“ den Convenience-Trend. Verpackungen, die für junge Verpackungsentwickler verständlich und leicht zu handeln sind, können ältere Damen oft vor ziemliche Herausforderungen stellen. Das muss man als junger Mensch erst einmal erkennen, akzeptieren und dann in Verpackungslösungen umsetzen.

Zwischenfazit: Die Zeit ist reif für Verpackungen mit einem hohen Grad an Convenience. Erfreulicherweise gibt es schon viele Beispiele, wie Markenartikler und Handelsunternehmen sich immer besser in Stellung bringen. Denn bei geringer werdenden Qualitätsunterschieden der Produkte, bietet die Verpackung eine hervorragende Möglichkeit zur Differenzierung.

Um Verpackungen höflicher zu gestalten, kann es sehr hilfreich sein, sich konkret zu vergegenwärtigen, welche „Arbeit“ Verbraucher an unseren Verpackungen zu leisten haben. Hier einmal die großen Arbeitsschritte, die wir in unseren Projekten noch viel feiner untergliedern:

Am POS: sehen, greifen, Informationen aufnehmen, entscheiden, tragen.

Beim Konsum: lesen, öffnen, entnehmen, wiederverschliessen, lagern, restlos entleeren, entsorgen.

Und wieder am POS: wiederfinden bei erneutem Kauf.

Wann immer wir den Verbrauchern einen oder mehrere dieser „Arbeitsschritte“ erleichtern, erhöhen wir den Convenience-Grad unserer Verpackungen und verbessern die Position unserer Marken und Produkte im Wettbewerb. Hier und in der nächsten Folge einige Beispiele:

Warum sollte ich Dich kaufen? Bist Du gut für mich?

Gesetzgebung und steigende Informationswünsche der Verbraucher erfordern immer mehr Informationen auf Verpackungen. Kein Grund zur Resignation. Viele Marken können ihren Convenience-Grad erhöhen, indem sie ihr Informationsangebot noch konsequenter priorisieren und besser strukturieren. Schauma Cotton Fresh von Schwarzkopf zeigt einen Lösungsansatz: Auf Vor- und Rückseite hat man die Informationen inhaltlich und grafisch gekonnt optimiert. Auf den ersten Blick erkennbar und für den Erfolg am POS immer wichtiger ist die übersichtlichere Informationsstruktur.

Optimierung für eine leichtere Informationsaufnahme (rechts der Packungsrelaunch): Mehr Kontrast der Schrift, Betonung des Nutzens „ohne Ausspülen“, aufgeräumter und übersichtlicher.
Optimierung für eine leichtere Informationsaufnahme (rechts der Packungsrelaunch): Mehr Kontrast der Schrift, Betonung des Nutzens „ohne Ausspülen“, aufgeräumter und übersichtlicher.
Die Packungsrückseite bot noch mehr Potential zur Optimierung der Convenience. (links: alt, rechts: neu)
Die Packungsrückseite bot noch mehr Potential zur Optimierung des Informationsangebots. (links: alt, rechts: neu)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In wenigen Tagen geht’s weiter mit Convenience Verpackung Teil 3:
“Ich will Dich essen, aber Du bist verschlossen!”

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Wenn Sie nicht warten wollen, einfach kurze eMail senden, dann schicke ich Ihnen das komplette pdf des Beitrags Convenience Verpackung: mh@age-explorer.de
Der Beitrag ist erschienen in der Aprilausgabe von austropack und in meinem BoomerBlog exklusiv online und als pdf verfügbar.